Der Rassismus der “Israelkritik”

Es gibt da eine Behauptung in der “Israelkritik”, die so rassistisch ist, ja geradezu so verleumderisch für jeden Afrikaner, dass ich mich wundere, dass nicht sogar Nelson Mandela darüber sein Alter und seinen spät entdeckten Pazifismus vergisst, um gegen diese wüste Beleidigung der Israelkritiker Sturm zu laufen.

Die Beleidigung besteht in dem Vergleich der Politik Israels mit der Apartheid in Südafrika. Die Apartheid war eine Periode der institutionalisierten Rassentrennung in “schwarze Rasse” und “weiße Rasse” und endete erst 1994.

Der Vergleich ist schon allein deswegen absurd, weil dadurch der Staat Israel mit der “weißen Rasse” gleichgesetzt wird, was unterstellt, es gäbe eine israelische Politik, die auf der Annahme beruht, bei dem Judentum handele es sich um eine “überlegene Rasse”. In der Unabhängigkeitserklärung von Israel findet sich das genaue Gegenteil:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Die Unanbhängigkeitserklärung Israel ist nebenbei bemerkt eine der wenigen Unabhängigkeitserklärungen der ganzen Welt, in der Gott kein einziges Mal Erwähnung findet; im Gegensatz zu der Charta der Islamisten, in der Allah und nicht der Bürger (ganz zu schweigen von der Bürgerin) die eigentliche Rolle spielt:

Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!

Der Glaube, Israel vertrete eine Politik der “überlegenen Rasse” ist somit nichts weiter als reine Propaganda, eine Lüge, so bitter und gemein, wie die erfundenen Protokolle der Weisen von Zion, die immer wieder und teilweise noch heute bei Antisemiten aller Schattierungen als Beweis für das Streben der Juden nach der Weltherrschaft herhalten muss, wie dieser ZDF-Beitrag beweist.

Was jedoch in Falle Israels nichts weiter ist als reine Lüge, ist im Falle des palästinensischen Terrors bittere Realität. Im Gegensatz zu Israel erklärt die Charta der Islamisten eindeutig die “Überlegenheit des Islams” und leitet mit ihr das Recht und die Pflicht jedes Islamisten ab, an der Vernichtung der Juden aktiv teilzunehmen. Es ist mit den Islamisten im Grunde wie mit den Nazis: Gab es zu Zeiten Hitlers auch kein Streben der Juden nach Weltherrschaft und der damit verbundenen Unterdrückung des deutschen Volkes, wie es sich die Nazis in ihren feuchten braunen Träumen zusammen phantasierten, so gab es aber sehr wohl die Protokolle der Wannseekonferenz, auf der die Nazis die weltweite Vernichtung des Judentums planten. Die Nazis taten genau das mit Juden, was sie Juden unterstellten. Genauso ist es heute mit den Islamisten: Sie unterstellen Juden die Verbrechen, die sie selbst begehen. Die Charta der Islamisten sieht in der Vernichtung aller Juden die “Endlösung der Judenfrage”.

Wenn der Vergleich mit der Apartheid somit bedeutet, dass Israel die Rolle der “weißen Rasse” zukommt, dann muss die “schwarze Rasse” folgerichtig die Rolle derjenigen übernehmen, die für die zum Teil wahrlich harte Linie Israels im Kampf gegen den Terrorismis verantwortlich sind, nämlich die Islamisten, deren erklärtes Ziel die Vernichtung aller Juden ist.

Das bedeutet allerdings, dass jeder, der Israel mit der Apartheid vergleicht, die “schwarzen Rasse” Afrikas zu einer Horde brutaler und barbarischer Terroristen erklärt, die im Großen und Ganzen nur die Vernichtung der “weißen Rasse” im Kopf haben und vor keiner Gewalttätigkeit zurückschrecken, um ihren Traum von einer weißen-reinen Welt zu realisieren.

Wer Israel mit der Apartheid vergleicht, behauptet, schwarze Afrikaner brechen in Häuser von weißen Familien ein, um dort Kinder und Säuglinge zu ermorden, wie es palästinensische Terroristen mit Juden tun.

Wer Israel mit der Apartheid vergleicht, behauptet, schwarze Afikaner bewaffnen sich mit Raketen und Bomben (u.a. aus Deutschland), um auf weiße Siedlungen zu schießen, wie es palästinensische Terroristen mit Juden tun.

Wer Israel mit der Apartheid vergleicht, behauptet, schwarze Afrikaner jagen Busse hoch, um soviele weiße Menschen wie möglich zu töten, wie es palästinensische Terroristen mit Juden tun.

Wer Israel mit der Apartheid vergleicht, behauptet, schwarze Afikaner rufen zur Intifada gegen Südafrika auf, wie es palästinensische Terroristen mit Israel tun.

Wer Israel mit der Apartheid vergleicht, behauptet, schwarze Afikaner bombardieren stündlich weiße Siedlungen mit Raketen, wie es palästinensische Terroristen mit Israel tun.

Wer Israel mit der Apartheid vergleicht, der macht aus allen schwarzen Afrikanern Nazis, denn das ist es, was palästinensische Terroristen sind und vor allem sein wollen, wie dieses Bild beweißt, und dieses und dieses und dieses und dieses und dieses und dieses und dieses und dieser kleine Flakhelfer hier.

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10 Antworten zu Der Rassismus der “Israelkritik”

  1. yael1 schreibt:

    Der arabisch-israelische Journalist Khaled Abu Toameh lebt in einem jüdischen Viertel von Jerusalem, sagt von sich, er sei pro-palästinensisch, kritisiert dabei das Wirken Arafats und bemängelt die fehlende Selbstkritik der Palästinenser.

    Was ihm manche noch weniger verzeihen können als die vermeintliche Nestbeschmutzung, ist der Umstand, dass Toameh in Israel nicht das Reich des Bösen sieht. „Hier in Israel bin ich frei, ich kann mich frei bewegen und schreiben, was ich will. Außerdem bin ich als palästinensischer Journalist in Jerusalem unter israelischer Herrschaft sicherer als im Westjordanland. In Ramallah wäre ich längst tot.“

    Dass es inzwischen Mode geworden ist, Israel als Apartheidsstaat zu bezeichnen, macht Abu Toameh regelrecht wütend. „Im Libanon gibt es fünfzig Berufe, die Palästinenser nicht ausüben dürfen. Das ist Apartheid.“ Er erzählt, dass es für ihn überhaupt kein Problem gewesen sei, ein Haus in einem mehrheitlich jüdischen Viertel von Jerusalem zu kaufen, wo er mit seiner Frau und seinen drei Kindern lebt.

    Und trotzdem fügt er hinzu: „Lieber bin ich Bürger zweiter Klasse in Israel als Bürger erster Klasse in irgendeinem arabischen Land.“ Solche Worte klingen für viele nach Onkel Tom. Aber eine solche Sicht ist herablassend. Onkel Tom war ein Sklave. Khaled Abu Toameh ist selbstbewusster Bürger eines freien Landes.

    http://www.cicero.de/259.php?ress_id=38&kol_id=11140

    Israelische „Apartheid“? – Ein verleumderischer Vorwurf

    http://jer-zentrum.org/ViewArticle.aspx?ArticleId=198

  2. peppie schreibt:

    wer israel mit der apartheid vergleicht, der macht noch lange nicht aus allen schwarzen bürgern, die gegen die apartheid kämpften nazis, wie sie dies in ihrer hybris darstellen.

    wer israel mit der apartheid vergleicht, der zeigt dass beide systeme leider nun mal auf europäischem ethnonatinonalismus beruhen, und das ist wissenschaftlich auch recht unbestritten.

  3. philgeland schreibt:

    Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern ist natürlich kein ethnischer. “Rassisitische Töne” mögen da höchstens in der Sichtweise einiger radikal-orthodoxer Juden herauszuhören sein. Der Begriff “Apartheid” ist aber per definitionem etwas anderes.

    Meiner Meinung nach ist diese verfahrene Situation eine historisch gewachsene. Und damit meine ich nicht nur die Shoa, deren Auswirkungen den Staat Israel ja bis heute prägen. Nein, ich gehe so weit zu behaupten, dass die eigentliche Verantwortung für die Wurzeln dieses Konfliktes nicht bei den Israelis oder Palästinensern liegen, sondern bei jenen Mächten, die sich seit den Kreuzzügen im Heiligen Land “umgetan” haben.

  4. Christian schreibt:

    Ich beweise, du beweist.

  5. johnson schreibt:

    endlich mal wieder ein guter beitrag von ihnen. die letzten tage waren da ja eher etwas trüb.

    dennoch handelt es sich wohl um einen strohmann, denn die idioten, die von “apartheid” sprechen, meinen damit meistens nur (völlig uninformiert), dass ein gesellschaftlicher, politischer, juristischer unterschied zwischen jude und araber gemacht wird. solches unterscheiden ist in der verfassung israels nicht enthalten (oder?). daher kann man auch nicht von apartheid sprechen. soweit ich weiß, bezeichnet “apartheid” streng genommen eine institutionalisierte rassentrennung. ob es solche jude-araber-differenzen in der israelischen gesellschaft faktisch gibt, kann ich nicht beurteilen, da ich israel nicht kenne. mir ist es auch egal. ich finde es wäre sogar das recht der israelis. mich geht das nichts an, und gewisse andere deutsche bessermenscher, die ihre dreckigen nasen überall reinstecken, geht das noch viel weniger was an.

    in ihren letzten absätzen sollten sie allerdings mal den gebrauch des wortes “vergleichen” korrigieren. “gleichsetzen” sagt an jenen stellen der, der des deutschenmächtig ist. (bei gewissen anderen argumenten stützt man sich ja auch genau darauf…) ich vergleiche israel mit der apartheid und stelle als ergebnis fest: keine gleichheiten.

  6. joram schreibt:

    @johnson,

    obwohl ich kein ethnischer Deutscher bin, stimme ich Ihnen zu.
    Man kann sogar die Äpfel mit Birnen vergleichen, oder die Sonne mit dem Mond. Das ist tatsächlich zulässig dennoch sinnfrei. Vergleichen ist nicht Gleichsetzen, obwohl für viele Menschen scheint das so zu sein.
    Ich vergleiche sehr oft – aus dialektischen Gründen die Birnen mit den Äpfeln um zu beweisen dass sie nicht gleichzusetzen sind.
    Man sollte daher ruhig zulassen dass das israelische Rechtssystem mit dem ehemaligen System des Südafrikas vergliechen wird. Damit wird jedem Klar wie unsinnig ist die Behauptung “Israel ist ein Apartheid Staat” .
    Solche Behauptungen dürfen höhstens solchen abstürse Gestalten stellen wie der verkannter Comediant Rether Hagen. Von dem weiß man wenigstens, dass er immer Bullshit von sich gibt.

    • philgeland schreibt:

      Als “ethnischer Deutscher” kann ich da nur zustimmen. (Oh, Mann!)
      Mal im Ernst: war auf jeden Fall gut, die Unterscheidung zwischen “Vergleich” und “Gleichsetzung”. Gilt für alle Fälle dieser Art. Siehe Gulag und KZ.
      Ein (rationaler) Vergleich ist zulässig, eine gleichsetzende Verallgemeinerung dagegen im besten Falle irreführend …

  7. anti3anti schreibt:

    Ein Staat, auf Angst gebaut von Arno Widmann oder Warum die DDR ein Unrechtsstaat ist

    http://www.tabularasa-jena.de/artikel/artikel_2340/

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