Wuppertal packt die Badehose ein

(Nachtrag: Das ging schnell. Der Veranstalter hat nach dem Erscheinen dieses Textes den Wortlaut auf seiner Homepage geändert. Dieser Bericht bezieht sich auf die ältere Version. Das Zitat stand wahrlich so auf der Homepage, wie dieser Screenshot aus Lizas Welt beweißt.)

Das letzte Mal wurde in Deutschland in einer Villa am Wannsee über die “Endlösung der Judenfrage” nachgedacht. Jetzt packt auch die Stadt Wuppertal ihre Badehose ein, nimmt ihr kleines Schwesterlein von der Hamas und geht munter auf zum Wannsee. In der Uni-Halle findet am 7. Mai eine Veranstaltung statt, die auf ihrer Homepage mit folgenden Worten wirbt:

“Das Problem der palästinensischen Flüchtlinge (gewaltsam von ihrem eigenen Land, ihren Farmen und Immobilien vertrieben durch ethnische Säuberung im Jahre 1948) ist der Kern der palästinensischen Sache als Ganzes. Lösung des Problems der palästinensischen Flüchtlinge ist ein Schlüsselelement zur Endlösung der Judenfrage.”

In einer deutschen Stadt wird im Jahre 2011 öffentlich über die “Endlösung der Judenfrage” nachgedacht und niemand macht sich Sorgen. Vielleicht hat sich einfach niemand die Mühe gemacht, die auf englisch verfasste Homepage zu lesen, denn im Original steht dort:

“The issue of Palestinian Refugees (expelled by force and by ethnic cleansing in 1948 from their own lands, farms and properties) is the core of Palestinian cause as a whole. Solving the issue of Palestinian refugees is a key element towards the final solution.”

Nun könnte man anführen, meine Übersetzung von “final solution” als “Endlösung der Judenfrage” wäre ein wenig übertrieben, denn der Begriff könne auch nur mit “endgültige Lösung” übersetzt werden. Wenn man im Deutsch-Englischen Wörterbuch allerdings den Begriff “final solution” übersetzen lässt, kommt auch hier nur die durch die Nationalsozialisten geprägte Bedeutung heraus.

Der Begriff “final solution” ist somit auch in der englischen Sprache eindeutig mit dem Wahn der Nazis und ihrer “Endlösung der Judenfrage” durch die vollkommene Vernichtung aller Juden verbunden. Diesen Begriff nun in Zusammenhang mit einer Diskussion um den Nahen Osten zu gebrauchen, ist gelinge gesagt ein Affront, vor allem wenn man bedenkt, wer alles zu dieser Veranstaltung geladen ist. In der Westdeutschen Zeitung heißt es:

“Zu diesen Gästen sollen nach Informationen der WZ auch hochrangige Hamas-Vertreter gehören. So sei als Redner unter anderem Abd al-Aziz Duwaik angefragt, der ein Funktionär der Hamas ist. Ebenfalls auf der Wunschliste der Redner soll Scheich Ra’ad Salah, Führer der islamischen Bewegung in Nordisrael, stehen, der über „beste Verbindungen zur Hamas“ verfügen soll, wie ein deutsch-israelisches Online-Magazin im Internet schreibt.”

Henryk M. Broder findet zu dieser Veranstaltung wieder mal nur passende Worte: “Wenn auf deutschem Boden die “final solution” beraten wird, darf natürlich eine qualifizierte deutsche Stimme nicht fehlen. In diesem Fall ist es die famose Freizeitmatrosin Inge Höger von SED-PDS-Linkspartei, die als einzige “Bio-Deutsche” zu der Konferenz eingeladen wurde. Wobei man natürlich nicht ausschliessen kann, dass wieder ein nameloser “Fraktionsmitarbeiter” sie ohne ihr Wissen auf die Rednerliste gesetzt hat.”

Erst die Endlösung, dann die Hamas und jetzt auch noch Inge Höger, was muss eigentlich noch geschehen, damit die Uni-Halle endlich diese Veranstaltung abbläst? Muss erst der ehemalige Ehrenbürger der Stadt Wuppertal höchstpersönlich auftauchen?

***

Tapfer im Nirgendwo freut sich, auf folgende Protestbewegung aufmerksam machen zu können:

7.5.2011: Protest gegen die Palästina-Konferenz in Wuppertal

***

Dieser Beitrag wurde unter Antisemitismus, Deutschland, Palästina, Politik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

43 Antworten zu Wuppertal packt die Badehose ein

  1. Thorsten Krämer schreibt:

    Nur zur Klärung: Die “Uni-Halle” hat mit der Universität nichts zu tun! Das ist ein privater Träger, die Halle kann gemietet werden für Veranstaltungen aller Art. Da finden ansonsten Schlagerkonzerte etc. statt. Der Name rührt daher, dass sie direkt gegenüber der Universität liegt.
    Das ändert freilich nichts daran, dass so eine Veranstaltung definitiv in keine Halle gehört, in Wuppertal oder sonst wo…

  2. Ralph Kraemer schreibt:

    Na ja, so ganz privat nun aber auch wieder nicht. Auf der Seite des Impessums der Unihalle Wuppertal ist jedenfalls die Stadt Wuppertal, vertreten durch den Oberbürgermeister als Herausgeberin angegeben.

    http://www.wuppertal.de/service/impressum.php

  3. Vorsicht! Hyperbel schreibt:

    Ehrlich gesagt, sehe ich eher Inge Höger in der Rolle des kleinen Schwesterlein.

  4. Haskala-Bayern schreibt:
  5. aron2201sperber schreibt:

    die italienische Linke ist leider um nichts besser…

  6. Dante schreibt:

    @tapferimnirgendwo: Nicht die Uni Wuppertal packt die Badehose ein, und die von Ihnen genannte Webseite hat auch nichts mit der Uni Wuppertal zu tun, nicht einmal mit der Stadt. Sie wird vielmehr von einer “Palästinensischen Gemeinschaft in Deutschland” betrieben.
    Auf WZ online habe ich mittlerweile 2 Kommentare hinterlassen, den jüngsten davon heute (04.05.) um 14:56. Mal sehen, ob weitere Kommentare hinzukommen.

  7. Jonas M. schreibt:

    Der Begriff „final solution“ ist somit auch in der englischen Sprache eindeutig mit dem Wahn der Nazis und ihrer „Endlösung der Judenfrage“ durch die vollkommene Vernichtung aller Juden verbunden.

    Aber nur für diejenigen, die Ahnung von Geschichte haben.

    In diesem Fall halte ich es tatsächlich für wahrscheinlicher, dass die Veranstalter den Begriff nicht bewusst als Anspielung auf den Holocaust gewählt haben, sondern damit “lediglich” eine aus ihrer Sicht akzeptable, endgültige Lösung des Nahostkonflikts meinen.

    Das ändert natürlich nichts daran, dass diese “Lösung”, die ihnen vorschwebt, keine auf friedlichen Verhandlungen basierende Lösung ist und vermutlich auch keine, die für das Existenzrecht Israels Platz lässt.

    Fast heftiger als die Wahl des Begriffes “final solution” finde ich in diesem Zusammenhang jedoch den folgenden Satz in der Konferenz-Beschreibung:

    The conference aims at silencing those who try to relinquish their fixed rights.

    Das ist eine offene Drohung, all die “Verräter” auf palästinensischer Seite zum Schweigen zu bringen, die bereit sind, die bisherige Gewaltstrategie und selbstzerstörerische Alles-oder-Nichts-Haltung sowie den als einseitiges “unverhandelbares Rückkehrrecht” getarnten Vernichtungswunsch gegenüber Israel aufzugeben, und eine pragmatische, kompromissbereite, friedliche Lösung zu suchen.

    Allein dieser Satz sollte eigentlich genügen, um beim Bürgermeisteramt und der Polizei der Stadt Wuppertal, und auch bei jedem rechtsstaatlich-demokratisch gesinnten Politiker, die Alarmglocken läuten zu lassen.

  8. Stefanie schreibt:

    “In diesem Fall halte ich es tatsächlich für wahrscheinlicher, dass die Veranstalter den Begriff nicht bewusst als Anspielung auf den Holocaust gewählt haben, sondern damit „lediglich“ eine aus ihrer Sicht akzeptable, endgültige Lösung des Nahostkonflikts meinen.”

    Da wäre doch eher “ultimate solution” der gebräuchliche Begriff. Dass die Herrschaften nicht wissen, wie final solution besetzt ist, ist doch schlichtweg abwegig. Jeder Nazi-Vergleich wird von denen gebracht, der ihnen hilfreich erscheint und hier sollen die nicht wissen, was das bedeutet? Über die Nazi Begrifflichkeit hinaus sind die ja sehr kreativ siehe nur Apartheidsregime oder das Motto der letzten Veranstaltung, nämlich der Vergleich zwischen der Berliner Mauer und der in Israel. Und nun plötzlich bei final solution soll eine geschichtliche Lücke auftauchen?

    • Jonas M. schreibt:

      Klar, der Begriff ist in seiner historischen Bedeutung den meisten Menschen im englischsprachigen Raum nicht gänzlich unbekannt, aber er ruft meiner Erfahrung nach nicht zwangsläufig sofort diese Assoziation auf, wenn er in einem unverfänglichen Kontext verwendet wird (bzw. wenn, dann erst auf den zweiten Blick).

      Meine oben geäußerte Einschätzung beruht auch auf der Tatsache, dass in der Konferenz-Beschreibung nirgendwo von Juden die Rede ist, sondern lediglich von den Palästinensern und ihren Wünschen und “Rechten”.
      Auch kommt im nachfolgenden Paragraph der Begriff “alternative solutions” vor. Wenn das vorherige “final solution” sich bewusst auf die Endlösung der Judenfrage beziehen würde, dann müsste sich das ja ebenfalls um die Judenfrage drehen. Dies geht jedoch aus dem Kontext überhaupt nicht hervor, im Gegenteil – hier geht es eindeutig um das Schicksal der Palästinensischen “Flüchtlinge”, und eine Drohung an all die, die eine Lösung erwägen welche den Verzicht auf das “Rückkehrrecht” dieser Flüchtlinge beinhaltet (siehe Kommentar oben).

      PS: Auch in der Schweiz scheint man’s nicht so genau zu nehmen: http://www.finalsolution.ch/

  9. Matt schreibt:

    Wäre das eine Veranstaltung einer nichtlinken Vereinigung, wäre das ein Thema fuer die Hauptnachrichtensendung.

  10. Silke schreibt:

    also wenn die “final solution” in Unkenntnis gebrauchen, dann ist es absolut undenkbar, daß sie z.B. mit einer Häufigkeit von einmal pro Woche in online Verfügbares aus US-Magazinen schauen. Dann leben die, anders ausgedrückt, in einer Anglo-freien Bubble.

    Ich bin nicht sicher, ob ich final solution bei den Amis nicht auch schon in unverfänglichem Zusammenhang gelesen habe, aber im Zusammenhang mit Israel bedeutet es eins und nur eins und sonst nüscht, rein gar nüscht außer Wannsee und/oder Endlösung.

  11. Frank schreibt:

    Auf der verlinkten Homepage lautet der Text im Original:
    “Solving the issue of Palestinian refugees is a key element towards the final solution of the ongoing conflict since 1948.”.

    Wie man das in “Lösung des Problems der palästinensischen Flüchtlinge ist ein Schlüsselelement zur Endlösung der Judenfrage.” übersetzen kann, ist mir unklar. Gemeint ist offensichtlich der israelisch-palästinensische Konflikt. Daraus gleich eine “Judenfrage” zu machen, ist ein bisschen zu weit gegriffen!

    • Jonas M. schreibt:

      Tatsächlich, der Text auf der Webseite wurde inzwischen editiert.

      Aus “final solution” wurde “final solution of the ongoing conflict since 1948“.

      Aus “silencing those who try to relinquish their fixed rights” wurde “confronting those who try to relinquish their fixed rights“.

      Interessant…

      • Silke schreibt:

        Die können meinetwegen noch so viel edieren, so lange die final solution drin lassen, iss es ein wink-wink zu ihren Anhängern Text sagt eine Zeugin von vielen vielen Bürofehden, wo man seinen Brüdern und Schwestern mit sowas immer signalisiert, daß das mit der Versöhnlichkeit nur ne Finte ist.

        • yael1 schreibt:

          Tja, was soll man dazu eigentlich noch sagen?
          Final solution bedeutet Endlösung. Diese freudche Fehlleistung könnte man auch dahin interpretieren, dass sie es heute noch bedauern, dass ihr Volk es damals nicht ganz geschafft hat und es nun mit anderen Mitteln fortgesetzt werden soll.
          Manchmal frage ich mich, in welchem Deutschland ich eigentlich wirklich lebe, im Dtl. 1933?

          • Frank schreibt:

            Wahrscheinlich weiß keiner von euch, wie uninformiert Palästinenser über die NS-Zeit sind. In der Schule lernen sie vor allem ihre eigene Geschichte und nicht die der NS-Opfer. Irgendeine Übereinstimmung mit Nazi-Begrifflichkeiten ist höchstwahrscheinlich nur Zufall.

            Es ist absolut erbärmlich, an der ursprünglichen Behauptung festzuhalten, wenn der zitierte Text abgeändert wurde. Das zeigt eindeutig, dass die Veranstalter es nicht so meinten und soll jedem eigentlich reichen.

          • yael1 schreibt:

            “Wahrscheinlich weiß keiner von euch, wie uninformiert Palästinenser über die NS-Zeit sind. ”

            Über ihren Nazimufti, der selber ein Muslimbruder war und aus denen die Hamas stammt, wissen die auch nichts? Hamas kennt den Holocaust sehr wohl, also unwissend wie Sie denken, sind die sicher nicht und schon gar nicht, wenn sie in dieses Land kommen. Final Solution heißt Endlösung und das wissen die ganz genau.

          • Frank schreibt:

            Ich habe heute mehrere Palästinenser persönlich gefragt, ob Sie mit “Endlösung” irgendwas bestimmtes assoziieren, und keinem ist etwas eingefallen. Solche Begriffen kennen fast nur Deutsche und Juden, weil das Teil Ihrer Geschichte ist. Es war einfach eine ungeschickte Übersetzung – get over it already!

          • yael1 schreibt:

            Die Palästinenser inklusive die Hamasmitglieder, die dort teilnehmen werden (Scheich Ra´ad Salahsein, Abd al-Aziz Duwaik, Hisbollahmitglied Ameer Makhoul wissen es aber genau. Nicht umsonst wollen sie die Aufklärung des normales Palästinensers verhindern und halten die Shoa für eine Lüge. Und um die geht es.

            Das sogenannte Volkskomitee für palästinensische Flüchtlinge erklärt: “Wir haben herausgefunden, dass das Lehrbuch über Menschenrechte, das in der achten Klasse behandelt wird, eine Erklärung des jüdischen Holocaust beinhaltet. Dies wird in einer Art und Weise getan, dass der Holocaust bestätigt und Sympathie mit den Juden ausgedrückt wird. Wir weisen mit aller Kraft zurück, dass unseren Kindern solche Lügen gelehrt werden, die von Juden erfunden und mit einer großen Propagandakampagne verbreitet wurden”.

            Sie wissen genug, um zu leugnen.

          • Silke schreibt:

            get over it already!

            huch wie schön – Lübke’s ihr’n Heini, er lebt ;o)

          • Dante schreibt:

            s.u. (Antworten werden leider so platt gedrückt)

    • Dante schreibt:

      Wie man das in „Lösung des Problems der palästinensischen Flüchtlinge ist ein Schlüsselelement zur Endlösung der Judenfrage.“ übersetzen kann, ist mir unklar. Gemeint ist offensichtlich der israelisch-palästinensische Konflikt.

      Da stand ursprünglich nur “final solution”, ich habe den Text gelesen. Natürlich muss dieser Begriff keineswegs etwas mit Massenmord zu tun haben. Was man freilich zu vergessen neigt: “Endlösung der Judenfrage” ist ein Euphemismus und bedeutet vom Wort her auch nicht unbedingt Ausrottung, sondern ließ theoretisch offen, wie eine Lösung aussehen sollte.

      Aber Marx hatte schon Recht, das Sein bestimmt das Bewusstsein, und si verlieren Euphemismen ihre verhüllende Wirtkung. Es ist wie mit der Sprachregelung in der DDR, die die Kunst ihrer Bürger, zwischen den Zeilen zu lesen, eher geschärft hat.

      Daraus gleich eine „Judenfrage“ zu machen, ist ein bisschen zu weit gegriffen!

      Nein, ist es nicht. In Israel leben nämlich nun einmal Juden. Eine wesentliche Frage an die Organisatoren des Kongresses könnte also lauten: “Was würde eine Lösung, mit der Sie zufrieden wären, für die im Land lebenden Juden bedeuten?”
      Ob man darauf eine wahrheitsgemäße Antwort erwarten kann, ist eine andere Frage. Wenn man die will, tritt man am besten als strammer Rechter mit geschichtsrevisionistischen Ansichten auf.

    • Dante schreibt:

      @Frank, 02.05., 14:51
      Ich habe heute mehrere Palästinenser persönlich gefragt, ob Sie mit „Endlösung“ irgendwas bestimmtes assoziieren, und keinem ist etwas eingefallen.

      Ich weiß nicht, mit welchen Palästinensern Sie gesprochen haben. Vermutlich weiß Abdul Normalpalästinenser wirklich nichts von der Bedeutung, die das Wort “Endlösung” durch die Nazis erhalten hat. Das würde mich auch nicht wundern, da palästinensische Organisationen ihren Schäfchen die Informationen über das Schicksal der Juden im Dritten Reich systematisch vorenthalten oder als Lügen brandmarken und in ihrem Weltbild Juden allein als böse zionistische Unterdrücker, niemals als Opfer von Verfolgung oder Völkermord Platz finden.

      Ich weiß auch nicht, welchen Eindruck Sie selbst auf die Befragten gemacht haben. Wenn ich als ein im Geiste der Freiheit und universeller Menschenrechte erzogener Deutscher auftrete, der jeglichen Rassismus im Allgemeinen und (aufgrund unserer Geschichte) jede Form der Judenfeindschaft im besonderen ablehnt, kann ich nur bedingt eine ehrliche Antwort erwarten, will sagen, ich kann anhand der Antwort nicht feststellen, wie die Leute wirdklich denken.
      Wenn jemand verdächtigt wird, ein Kind vergewaltigt zu haben, wird er normalen Menschen oder gar Ermittlern gegenüber unabhängig davon seine Unschuld beteuern, ob er nun war oder nicht. Jemandem gegenüber, den er selbst für pädophil hält, sagt er vielleicht etwas ganz anderes.

  12. Silke schreibt:

    wie sagt doch der Besitzer des kläffenden Hundes immer zum verschreckten Spaziergänger?

    Ach, der macht nix …

    Daß der Hundebesitzer die Pflicht haben könnte, seinen Hund vom Ängstigen anderer Leute abzuhalten – Aber neee doch – hier muß man die Prioritäten doch richtig setzen.

    Wenn ein “Palästinenser”-get-together mit uns Inge Höger mittenmang von final solution plappert dann kann auch nur ein Böswilligster denken, die würden “was machen” …

    Daß man die mit Fug und Recht als Repräsentanten der Leute sehen darf, die ein 3 Monate altes schlafendes Baby abschlachten und nen Schulbus raketisieren und ne im 9. Monat schwangere Frau nochmal zur Sicherheit aus nächster Nähe abknallen, das muß man doch bitte alles schön sortiert und getrennt betrachten, denn schließlich sind sie nicht alle so.

    Netanyahu zu den neuesten Spässkes von der Bande

    und falls einer meint, mir Respektlosigkeit vorwerfen zu müssen, nur her damit, denn das wäre der Beweis, daß ich’s richtig rüberbringe.

  13. Stefanie schreibt:

    “Auf der verlinkten Homepage lautet der Text im Original:
    „Solving the issue of Palestinian refugees is a key element towards the final solution of the ongoing conflict since 1948.“.

    —–

    Das haben die nun nachträglich heute nach Erscheinen der Beiträge darüber geändert. Es stand da, so wie oben in dem Text zitiert.

  14. Pingback: Excuse me! What do you mean by “final solution”? | Ruhrbarone

  15. Pingback: Wartezeit überbrücken … :: Endlösung in Wuppertal? :: Mai :: 2011

  16. Lizas Welt schreibt:

    Man findet die ursprüngliche Fassung (also mit dem Begriff “final solution”) noch im Cache:

    http://tinyurl.com/PalKonferenz

    Außerdem habe ich einen Screenshot angefertigt, der hier abzurufen ist (JPEG-Datei):

    http://tinyurl.com/Screenshot-PalKonferenz

  17. Thomas schreibt:

    Um es noch einmal klar zusagen: Herr Buurmann, Sie sind ein unverbesserlicher Zitatfälscher! NIEMAND kann aus dem in englischer Sprache verfügbaren Zitat in irgendeiner Weise die Aufforderung nach “Endlösung der Judenfrage” ableiten. Aus dem Wortlaut und dem inhaltlichen Zusammenhang des inkriminierten Begriffs ergibt sich eindeutig, dass der Autor des Webbeitrags eine “endgültige Lösung” des Konflikts zwischen den Palästinensern und Israel nur durch die Klärung der “Flüchtlingsfrage” einfordert. Das mag eine illusionäre (und gefährliche) Einschätzung sein – es hat allerdings mit der von Ihnen fantasierten “Endlösung der Judenfrage” aber auch rein gar nix zu tun. “Final Solution” – die Formulierung findet sich in Millionen von englischsprachigen Zeitungsartikeln, sie ist gebräuchlich im Businessbereich, im englischsprachigen Politsprech, in der Wissenschaftssprache im neutralen Sinne der
    “endgültigen Lösung” eines Problems. IHRE semantischen und ethymologischen Projektionen können sich überhaupt nur entfalten, wenn dieser Begriff von einem Palästinenser benutzt wird – dass im beanstandeten Artikel überhaupt kein Bezug zur “Judenfrage” hergestellt wird, ist ihnen scheißegal.
    Fazit: Die Kämpfer gegen antisemitische Propaganda sollten bei Menschen wie Ihnen auf Distanz gehen – ein Mindestmaß an Seriosität ist nämlich für diese notwendige Arbeit unverzichtbar.

    • Dante schreibt:

      Herr Buurmann, Sie sind ein unverbesserlicher Zitatfälscher!

      Das stimmt so nicht. Buurmann hat ausdrücklich auch das englische Original zitiert und dann begründet, warum er diese “Übersetzung” gewählt hat. Ich finde diese nebenbei gesagt überspitzt und polemisch, aber Überspitzungen und Polemik findet sich auch bei vielen “Israelkritikern”.

      NIEMAND kann aus dem in englischer Sprache verfügbaren Zitat in irgendeiner Weise die Aufforderung nach „Endlösung der Judenfrage“ ableiten.

      Wenn man sich vor Augen führt, dass einer der eifrigsten Verfechter der “Endlösung” außerhalb Deutschlands, nämlich der Jerusalemer Mufti Mohammed Amin al-Husseini, unter seinen arabisch-palästinensischen Landsleuten relativ großes Ansehen genießt (Arafat nannte ihn 2002 einen Helden), bin ich mir da keineswegs so sicher.

      Die Kämpfer gegen antisemitische Propaganda sollten bei Menschen wie Ihnen auf Distanz gehen – ein Mindestmaß an Seriosität ist nämlich für diese notwendige Arbeit unverzichtbar.

      Warum denn gleich so persönlich? Ich z.B. greife nicht einmal jemanden persönlich an, der Israel als einen Apartheidstaat schlimmer als Südafrika vor 1994 bezeichnet. Obwohl das mindestens so unseriös ist.

    • Silke schreibt:

      http://www.google.com/search?client=safari&rls=en&q=%22final+solution%22&ie=UTF-8&oe=UTF-8

      Man nehme zur Kenntnis, daß ich Google beigebracht habe, mich für einen Anglo zu halten

      und ja final solution wird in anderen Zusammenhängen benutzt, aber sobald auch nur der klitzekleinste Hauch von was mit Juden verbundenem irgendwo in der äußersten Peripherie damit verbunden ist, wird der Ausdruck eindeutig und jedeR, der versucht, das Gegenteil herbeizuargumentieren, outet sich als des Anglo-Sprachgebrauchs Ignoranter, ein Troll, der die Müllhaufen der hintersten Provinz für das Feinste vom Feinsten hält.

  18. feydbraybrook schreibt:

    Begrifflichkeiten sind manchmal sicher mehr als “nur” Begrifflichkeiten. Eine derartige Ausdruckweise verbietet sich von selbst, klar.

    Dennoch ist die Frage zu stellen, ob es sich hier um einen – wenn auch ganz bösen – Fauxpas handelt, oder ob der Begriff der “final solution” hier Programm ist. Immerhin: der Veranstalter hat den Text geändert.

    Abgesehen davon kann es nur ein friedliches Miteinander von Juden und Palästinensern im Nahen Osten geben und da erfreue ich mich ob des Schulterschlusses zwischen Juden und Moslems angesichts der unsäglichen “Kopftuchmädchen”-Debatte durch Stephan Kramer vom ZdJ:

    http://feydbraybrook.wordpress.com/2009/10/11/sarrazin-giordano-zentralrat-der-juden-in-deutschland/

  19. Frank W. schreibt:

    Final solution steht immer noch auf der pdf-Datei im Downloadbereich
    http://palconference.eu/2011/images/stories/guide_en.pdf
    und damit es auch jeder verstehen kann: Eine Karte vpn P. (natürlich ohne jedes Israel)

    Übrigens taucht jetzt noch ein GRÜNER MdL als Festredner auf

    Und ist man ist sotolz auf Luisa Morgantini, die auch schon in der DVU-Nationalzeitung geschrieben hat!

  20. Gudrun Eussner schreibt:

    Final Solution, solution finale, soluzione finale sind im Englischen, Französischen und Italienischen stehende Begriffe für “Endlösung der Judenfrage”. Ich habe es in meinem Artikel mit Links nachgewiesen.

    Aber Sie, Thomas, warten ja sicherlich auch gern irgendwo “bis zur Vergasung”, gelle?

  21. peter schreibt:

    Da, ich in Englend lebe, moechte ich zur Klaerung der Uebersetzungsfrage beitragen: Final solution ist hier ganz klar und ausschliesslich als “Endloesung” besetzt, z.B. gab es in der BBC eine (auf dem Kanal “Yesterday” haeufig wiederholte) Serie “Auschwitz: The Nazis And The Final Solution”. Und die Erinnerung an den 2. Weltkrieg wird in England EXTREM lebendig gehalten. Und “solution” benutzt der Englaender fuer Probleme, Rechenaufgaben und in der Chemie, nicht aber fuer Konflikte. Ginge es wirklich um die endgueltige Loesung eines Konfliktes, so hiesse dies “definitive resolution of the conflict”. Tipp: einfach mal nach “Final solution” googeln.

    Aber, Herr Buurmann, einen Uebersetzungsfehler muss ich Ihnen doch ankreiden: “Properties” sind in diesem Zusammenhang Immobilien.

  22. Zahal schreibt:

    Herr Buurmann, ab heute haben Sie einen absoluten Fan, auch wenn ich nicht immer kommentiere, aber ihre Rede war spitzenmässig, danke dafür, danke, danke, danke. Sie haben den deutschen Juden wieder etwas Hoffnung gegeben. Sie haben Israel wieder Hoffnung gegeben. Danke dafür.

    http://prozionnrw.wordpress.com/2011/05/08/videos-von-der-kundgebung-in-wuppertal/

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