Nicht selten wird behauptet, es sei in vielen politischen Konflikten so ungeheuer schwer, Stellung zu beziehen und eine moralisch vertretbare Position zu finden.
Ich bin immer wieder überrascht, wenn ich das höre, denn seit Jahren nutze ich schon sehr erfolgreich eine Methode zur Ermittlung der Seite, auf der ich mich am besten repräsentiert fühle.
Stehe ich vor einem Konflikt, sagen wir mal dem Israel-Palästina-Konflikt, dann frage ich mich einfach: “Wo kann ich als Mann Schwänze lutschen?”
In Israel kann ich damit Bürgermeister von Tel Aviv werden, in Palästina werde ich vermutlich an einem Baukran sponsored by Hamas hängen.
Diese Methode, so absurd sie auf dem ersten Blick auch erscheinen mag, hat mich auf der Suche nach den aufgeklärten, modernen und freien Seiten diverser Auseinandersetzungen nie im Stich gelassen. Jeder Mann kann diese Methode nutzen, egal wie heterosexuell er auch immer sein mag.
Frauen empfehle ich selbstverständlich die Mösenleck-Methode. Auf welcher Seite kann ich mich als Frau oral mit einer Vagina vergnügen, ohne Repressalien fürchten zu müssen.
Obwohl, in sehr vielen Fällen muss ich gar nicht fragen, was passiert, wenn ich als Frau eine Möse leckt, es reicht oft schon, überhaupt eine Möse zu haben, um benachteiligt zu werden.
In Deutschland kann ein Mensch mit Möse Bundeskanzlerin, Priesterin und Nacktmodell werden, in anderen Ländern jedoch werden Menschen mit Mösen nicht selten unter meterlangen Stoff verborgen.
Bei Frauen reicht somit leider schon die reine Mösen-Methode (ohne Lecken) zur Ermittlung der Seite, und auch hier muss ich gestehen, dass mir Israel sehr, sehr viel näher steht als jedes andere Land im Nahen Osten.
***
Nachtrag: Ich ziehe den Hut vor David Serebrjanik, der in der Kommentarspalte zu diesem Artikel folgende zwei kleine Reime gewagt hat und die ich gerne hier zitiere:
“Schreibt auf die Flaggen euch, Anhänger Kants! –
Wir unterscheiden mit Möse und Schwanz!”
“Interessante Methode, das Gut und das Böse
Zu unterscheiden durch den Schwanz und die Möse.”
Kish mir jiddishe tuchess!
Schätze, wo Du recht hast, hast Du recht!
Wirklich, ich muß herzlich lachen, wenn ich diesen Artikel lese,
aber dann bleibt mir das Lachen wirklich jäh stecken, und mir wird übel, aber so richtig!
*http://www.youtube.com/watch?v=eAbYodZ7Fp4
(Danke an Julia auf aro1 für diesen Hinweis!)
Selbst das Neue Süddeutschland kapiert es manchmal:
Schwule Palästinenser fliehen nach Israel
http://www.sueddeutsche.de/politik/nahost-allahs-verlorene-soehne-1.916706
Interessante Methode, das Gut und das Böse
Zu unterscheiden durch den Schwanz und die Möse.
Schreibt auf die Flaggen euch, Anhänger Kants! –
“Wir unterscheiden mit Möse und Schwanz!”
Ich hab das mal oben zitiert. Ich hoffe, ich darf das.
Ist mir eine Freude! Vielen Dank
Den Hut ziehe ich ebenfalls vor Ihnen, für zwei gute und mutige Artikel!
Wenn Demokratie = Homosexualität, dann siehts auf der Welt ziemlich übel aus. Dann schauen wir doch mal nach: Wo darf man denn als Homosexueller heiraten? In Israel auf dem Standesamt geht das nicht… Ich darf zitieren:
[quote]Same-sex marriage cannot legally be performed in Israel, because only government-recognized religious authorities — all of whom disallow same-sex marriage — may officiate marriages. [/quote]
Das nenne ich übrigens die “Arschfick durch Realität”-Methode. Das nächste mal also besser etwas tiefer stapeln. Man muss Palästina nicht mögen, aber so stupide zu polemisieren trägt sicher nicht dazu bei den Konflikt zu entschärfen.
Ich habe vom Schwanzlutschen geschrieben, nicht vom Heiraten.
Das eine hat mit dem anderen nur sehr bedingt was zu tun.
Ach so. Also ist wohl auch Nigeria eine Vorzeigedemokratie. Zumindest für Frauen. Da werden ja nur die Männer gehenkt. Aber auch nur in Teilen. Jetzt müssten Sie mir natürlich nur erklären wieso gesetzliche Erlaubnis (Zivilrecht: Ehe) und Verbot (Strafrecht) zwei Paar Schuhe sind im Hinblick auf Akzeptanz/Demokratie. Im US-Militär wurden schwule Männer auch “bestraft” mit Entlassung. Demokratie ja oder nein? Geht ja nur um die gesellschaftliche Akzeptanz…
Im US-Militär wurden schwule Männer auch „bestraft“ mit Entlassung.
Falsch!
Dies wurde von Obama vor 10 Monaten beendet. Bitte bringen Sie sich selbst auf den neusten Stand.
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/obama_homosexuellen-regelung_1.8830723.html
Vielleicht wird ja wenigstens der Beitrag freigeschaltet:
Interessant finde ich, wie sie meinen das Unrecht abschichten zu können. Strafverfolgung ist böse, aber ein bisschen diskrimieren kann sich eine Demokratie ja ruhig leisten – oder? Israel (obacht, nicht gleich die Antisemiten-Keule schwingen, andere Länder sind da keinen Deut besser) diskriminiert Schwule, aber solange sie wenigstens nicht sterben müssen ist alles in Ordnung.
Ich schichte kein Unrecht ab. Ich habe nur vom Schwänzelutschen gesprochen. Nicht vom Eheverbot, das ich übrigens genau so inakzeptabel finde wie Sie. Sie lesen einfach nicht richtig und unterstellen. Aber damit habe ich kein Problem. Ich übernehme Verantwortung für das, was ich schreibe, aber nicht für das, was Sie verstehen, was manchmal echt erschreckend wenig ist.
@ Hakam: Ich kann Sie nur warnen, sich im Falle der Gay-Liberation mit mir anzulegen, denn in kaum einem Thema kenne ich besser aus und auf kaum einem Feld kämpfe ich vehementer für gleiche Rechte. Wenn Sie nicht mal von der Liberalisierung in der US-Armee durch Obama im Dezember 2010 gehört haben, sollten Sie echt lieber schweigen, da Sie sich offenkundig nur dürftig auskennen.
Die Bedeutung des Präteritums ist geläufig? “wurde” drückt aus, dass es bis vor kurzem regelmäßig getan wurde (Präteritum), aber mittlerweile (in der Gegenwart) abgeschlossen ist. Lesen Sie es nach: http://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4teritum Wenn Sie nicht mal von dem Präteritum in der deutschen Sprache z.B. von Herrn Duden in der Auflage vom Dezember 2010 gehört haben, sollten Sie echt lieber schweigen, da Sie sich offenkundig nur dürftig auskennen. Das macht aber nichts, ich verzeihe Ihnen natürlich, da Sie sich erklärtermaßen vorallem nur mit der Gay-Liberation auskennen… Polemik beiseite, wir sollten doch beide ein höheres Niveau an den Tag legen können, oder?
Also zur Sache: Sie sprechen nur vom Schwänzelutschen. Ein Verbot bzw. die daraus erwachsende Konsequenzen (in dem Fall Todesstrafe), sind Ausdruck einer diskrimierenden Geisteshaltung. Ob ich jetzt jemanden töte oder “nur” einsperre oder “nur” gesamtgesellschaftlich ächte, macht in der Qualität einen Unterschied. In der Sache aber nicht, denn besser als schlecht heißt nicht gut. Sie bemängeln, dass in Palästina Schwule und Lesben wohl verfolgt werden würden (Quellen wären nett). Das ist böse/schlecht/verbesserungswürdig. In Israel werden homosexuelle Menschen auch diskriminiert. Das ist böse/schlecht/verbesserungswürdig. Wo ist da jetzt der Unterschied außer in der Qualität? Mag ja sein, dass Palästina böser/schlechter/verbesserungswürdiger ist. Macht das die Situation in Israel (oder in Deutschland, wie auch immer) automatisch gut und perfekt? Nein.
Was hat das Präteritum hier zu suchen?
Das hat sich nur mal so reingeschlichen, um zu schauen was die Gegenwart und die Zukunft so treiben. Die guten, alten Zeiten… sie wissen ja noch… damals, als man Hose mit Ö schrieb.
Wo ist da jetzt der Unterschied außer in der Qualität?
In der Qualität!
Und wenn Sie den Unterschied nicht sehen oder für nicht so relevant halten, dann sehen sie auch keinen Unterschied im Kirschen klauen und Vergewaltigen.
Kein Land, kein Mensch kann je perfekt sein. Also auch nicht Israel. Das macht aber die Mörderbanden im Nahem Osten nicht besser.
Meinen sie Mord im technischen Sinne oder ist das als Synonym fürs Töten zu sehen? Und macht es für Sie einen Unterschied im Hinblick auf die Schuld, die man auf sich lädt, aus welchen Gründen getötet wird? Und wie ist es Ihrer Ansicht nach mit den mittelbaren Effekten (http://en.wikipedia.org/wiki/Matthew_Shepard)?
[quote]Kein Land, kein Mensch kann je perfekt sein. Also auch nicht Israel. Das macht aber die Mörderbanden im Nahem Osten nicht besser.[/quote]
Dazu fällt mir – frei zitiert – ein: Wer frei ist von Schuld, der werfe den ersten Stein.
oder so.
Immer erst einen halben, mal einen ganzen Satz vom Stapel lassen, anstatt mal einen Fehler einzugestehen (Präteritum) oder auf Sachfragen einzugehen.
Ich wusste nicht, dass es Ihnen so viel bedeutet, die Worte aus meinem Mund zu hören: ja, mit der Vergangenheitsform hatten Sie Recht. Ich konnte ja nicht ahnen, dass ich Ihnen so wichtig bin. Aber seien Sie beruhigt, ob Sie Recht haben oder nicht und vor allem, ob Sie es mir gegenüber eingestehen, interessiert mich nicht. Da hab ich nämlich nichts von.
Nachtrag: So gesehen ist es in Deutschland auch nicht weit her. Hier dürfen Homos auch nicht heiraten, sondern “nur” verpartnert werden.
http://tapferimnirgendwo.wordpress.com/2011/06/24/schonen-schwulen-urlaub/
Da hat die FDP bei 6 Landtagswahlen in Folge massive Verluste eingefahren und was passiert bei der Führung? Nichts. Es sollte doch wohl jedem Parteistrategen klar sein, dass mit einen Mann wie Rösler das so bleiben wird. Der stellt doch nichts dar. Mit dem weiter so wird die FDP immer mehr in den Agbrund fahren und langsam sage ich, selber schuld.
Unabhängig davon, dass das nicht zum aktuellen Thema passt: Woher nehmen, wenn nicht stehlen? Zwar wachsen Parteivorsitzende an Bäumen, aber die Guten zu finden wird schwierig. Also ich wüsste spontan keinen guten Jahrgang.
Lutschen oder Lecken?
Egal, Hauptsache ist doch es schmeckt!
Ganz geschmacklose benutzen ein Zungenkondom.
Ja, das ist wirklich ein guter Test!
Und den Palästinensern in Israel geht es tatsächlich besser als in den palästinensischen Gebieten und auch in den arabischen Nachbarstaaten: http://andreasmoser.wordpress.com/2010/11/11/pogromnacht-palaestinenser/
Interessante Methode. Oder auch nicht und ein Glück, dass die DDR-Führung nicht auch auf diese Propagandaidee gekommen ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Paragraph_175#Entwicklung_in_der_SBZ_und_der_DDR
Oder meint der Autor ernsthaft, die DDR sei der bessere Lebensraum gewesen?
Ich meine, dass die BRD die bessere Alternative war und ist. Aber da haben Sie wohl die berühmte Ausnahme gefunden. Glückwunsch. Chapeau!
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