Lehrer für Bushido

Ich bin immer wieder überrascht, wenn ich erfahre, wer alles Herrn Bushido die Stange hält. Ich war überrascht, als ich bei der Bambiverleihung hörte, wie Peter Maffay lobende Worte für diesen frauenfeindlichen Mann fand, der sich in seinen Liedern gerne mal als Sympathisant für Massenmörder outet. Weniger überrascht war ich, als ich erfuhr, dass Peter Maffay nach einer Zusammenarbeit mit Bushido seine Meinung geändert hat und nun folgendes sagt: “Die Entwicklung der letzten Tage, die Positionierung und die Argumentation von Bushido und Sido in der Öffentlichkeit zwingt mich, aus dem gemeinsamen Projekt “Erwachsen sein” auszusteigen (…) Dies bin ich mir selbst, meinen Freunden, meinen Partnern und Fans schuldig.”

Peter Maffay hat sich somit letztendlich doch von Bushido distanziert. Doch kaum ist ein Sänger der deutschen Sprache zur Vernunft gekommen, erhalte ich schon Nachricht von einem Lehrer einer deutschen Schule. Sein Name ist Walter Schmidt. Er unterrichtet (wie er auf seinem Facebook-Profil behauptet) nicht nur Französisch und Gemeinschaftskunde am Evangelischen Schulzentrum Leipzig, sondern nennt sich selbst auch einen Fan Bushidos.

Zu meinen Artikeln schreibt er auf Facebook und zwar für alle User auf der ganzen Welt öffentlich, ob befreudet oder nicht: “Wenn leicht adipöse, intellektualisierende, hyperventiliernde deutsche Gutmenschenmoralapostel sich über den bööösen, bööösen Bushido aufregen, da läuten bei mir die Alarmglocken” und fügt hinzu: “Is halt doof, wenn man selber scheiße aussieht!”

Ach es ist doch einfach herrlich, dass jetzt auch schon ein Gemeinschaftskundelehrer aus Leipzig auf dem Niveau einiger seiner Schüler angekommen ist. Jetzt fehlt nur noch, dass Walter Schmidt Sätze sagt wie: “Kuck Dich doch mal an, Alda, wie Du aussiehst! Schau mal in den Spiegel! Deine Mutter, ey!” Obwohl, weit weg ist er nicht mehr von dieser Sprache, sagt er doch tatsächlich Sätze wie “Versteh schon, wenn ihr Lutscher den nicht mögt!”

Ja, ich bin also ein “Lutscher”, ein “hyperventilierender dt. Gutmensch” und “Oberzensor”, um es in den Worten des Lehrers zu sagen.

Wie es scheint gibt es in Ostdeutschland nicht nur von den Nazis sogenannte “National befreite Zonen”, in denen es Ausländer und Homosexuelle schwer haben, sondern auch Schulen, in denen manche Lehrer menschenverachtende Propaganda nicht nur tolerieren, sondern sie sogar propagieren.

Ein Gemeinschaftskundelehrer, der blind ist gegenüber Homophobie, Sexismus und männlichen Gewaltphantasien, die den Terror verherrlichen, genau das hat uns im Osten unseres Landes gerade noch gefehlt!

***

Walter Schmidt lässt die Hosen runter. Nach der Veröffentlichung meines Artikels kontert er mit folgenden Aussagen:

“die STANGE würde ich Bushido nicht halten … ^^”

“A propos: Meines Wissens soll es durchaus noch mehr deutsche Lehrer geben, die Bushido z.T. ganz o.k. finden. Wenn Sie wollen, Herr Buurmann, schicke ich ihnen gleich mal die Deportationslisten ja?”

” Vielleicht sollte dieser Buurmann demnächst für den Wächterrat bei der BAMBI-Verleihung kandidieren … oder als Stasi-Spitzel für irgendeine Einstellungs- oder Entlassungsbehörde im Öffentlichen Dienst!”

Unterstützung findet Walter Schmidt in seiner Lebensabschnittsgefährtin, die mir folgende liebe Worte widmet:

“Buurmann: Alle Lehrer, die nichts gegen Bushido haben, sofort entlassen! Wiederherstellung des Berufsbeamtentums durch Gleichschaltung und Ausschaltung unliebsamer Elemente! Danke, Herr Buurman! (…) Widerwärtiger Gesinnungspolizist!”

Ich habe zwar nie eine Entlassung von Lehrern gefordert, aber dem Lehrerpaar bereitet es offensichtlich mehr Spaß, mir die Fratze des Teufels aufzusetzen. In mir sehen sie die Ausgeburt eines islamisch-fundamentalistischen Nazis, irgendwo zwischen Wächterrat und Deportationslistenhersteller.

Was soll man von Lehrern halten, die behaupten, die Nazis und Fundamentalisten sind und waren im Grunde auch nicht schlimmer als der Gerd von Tapfer im Nirgendwo. Für eine gute Bildung spricht dies nicht.

Nicht, dass man mich falsch versteht, aus dem Schuldienst entlassen werden müssen solche Typen nicht, aber meine Kinder sollen sie nach Möglichkeit auch nicht unterrichten. Wie wäre es damit, wenn diese Lehrer schlicht wieder selbst mal ein wenig die Schulbank drücken würden? Nötig haben sie es!

Am Ende kriegen Sie noch eine Radiosendung auf dem RBB.

***

Vielleicht ist das alles aber auch ein großer Witz von Walter Schmidt, ein Experiment, aber dann verstehe ich es nicht.

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149 Antworten zu Lehrer für Bushido

  1. Silke schreibt:

    wenn an meinen diversen Arbeitsstellen einer “die Stange hält” gebrauchte, ging das große Kichern los, möge es die, die es Bushido-mäßig tun auch in Grund und Boden lachen.

  2. Michael Schönen schreibt:

    Ob Walter Schmidt weiterhin ein Fan von Bushido wäre, wenn nicht nur seine Lieder mit frauen- und schwulenfeindlichen Texten in Umlauf wären, sondern auch Texte gegen, sagen wir mal: Lehrer?

    • Walter Schmidt schreibt:

      Da müßte ich dann wohl notgedrungen leider mit leben!

      • Michael Schönen schreibt:

        Was sich als schwierig erweisen könnte, wenn dann ebenfalls größere Gruppen von Leuten den Aufruf zu Gewalt in die Tat umsetzen –

        Nach “Berlin wird wieder hart, denn wir verkloppen jede Schwuchtel” folgt dann vielleicht “Berlin wird wieder doof, denn wir verkloppen jeden Lehrer”…

  3. Stichwortgeber schreibt:

    Sollte die Identität zweifelsfrei feststehen, so würde ich Sie bitten, dessen Schule auf dieses Verhalten und diese Äußerungsformen aufmerksam zu machen. Das mag nach Petzen klingen, aber ich glaube kaum, dass ein verantwortungsvoller Mensch seine Kinder von einem Menschen erzogen haben möchte, der wirklich jede Grundfeste von Anstand und Respekt mit Füßen tritt.

  4. Inch schreibt:

    Ich kenne die Schule. Und ich gebe dem Stichwortgeber Recht. Sollte die Identität des Herrn Schmidt zweifelsfrei feststehen, möchte ich Sie bitten, die Schule darüber zu informieren. Ich kenne Eltern, deren Kinder an diese Schule gehen. (Ich denke doch, Sie meine das Evangelische Schulzentrum?) Die möchten sicher nicht, dass ihre Kinder in der Weise unterrichtet werden, wie sich Herr Schmidt hier geäußert hat. Sollte es diesen Herrn Schmidt aber nicht geben oder seine Identität nicht sicher sein, möchte ich Sie doch bitten, diesen Blogeintrag zu löschen oder so zu korrigieren, dass das schlechte und unwahre Bild, das in diesem Falle von eben dieser Schule und deren Lehrern gezeichnet wurde, wieder gerade gerückt wird. Die Schule befindet sich übrigens in einem links alternativ geprägten Wohnviertel. Viele Jugendliche, die vorher an der Freien Schule und an der Nachbarschaftsschule waren, machen dort ihr Abitur.

    • quisa schreibt:

      Das primitive Zitat des Lehrers klingt aber weniger nach linksalternativ, ob die Schule nun in einem solchen Viertel liegt oder nicht. VOr allem das Wort “Gutmenschenmoralapostel” ist ein von Rechtskonservativen bis Rechtsradikalen verwendeter Kampfbegriff.

      @Gerd Buurmann: Ist das wiedergegebene Zitat denn vollständig und es handelt sich dabei um alles, was von diesem Herrn Schmidt geschrieben wurde? Oder hat er noch mehr geschrieben?

    • Astrid Dziadek schreibt:

      Inch, Sie hätten gut in die Gestapo gepasst, oder in die Stasi! Widerwärtiger Gesinnungspolizist! Aber Sie sind zu feige, Ihren Mist unter Ihrem Namen zu publizieren!
      Astrid Dziadek, Leipzig

      • Inch schreibt:

        Finden Sie?Das ist interessant, das Sie das sagen. Für die Gestapo bin ich zu jung, wenn ich das so sagen darf. Mit der Stasi dagegen hatte ich zu tun. Allerdings nicht in dem Sinne, wie Sie es wohl meinen. Persönliche Beleidigungen bin ich daher schon gewöhnt :D

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Walter Schmidt lässt die Hosen runter. Nach der Veröffentlichung meines Artikels kontert er mit folgenden Aussagen:

      „die STANGE würde ich Bushido nicht halten … ^^“

      „A propos: Meines Wissens soll es durchaus noch mehr deutsche Lehrer geben, die Bushido z.T. ganz o.k. finden. Wenn Sie wollen, Herr Buurmann, schicke ich ihnen gleich mal die Deportationslisten ja?“

      “ Vielleicht sollte dieser Buurmann demnächst für den Wächterrat bei der BAMBI-Verleihung kandidieren … oder als Stasi-Spitzel für irgendeine Einstellungs- oder Entlassungsbehörde im Öffentlichen Dienst!“

      Unterstützung findet Walter Schmidt in seiner Lebensabschnittsgefährtin, die mir folgende liebe Worte widmet:

      „Buurmann: Alle Lehrer, die nichts gegen Bushido haben, sofort entlassen! Wiederherstellung des Berufsbeamtentums durch Gleichschaltung und Ausschaltung unliebsamer Elemente! Danke, Herr Buurman! (…) Widerwärtiger Gesinnungspolizist!“

      Ich habe zwar nie eine Entlassung von Lehrern gefordert, aber dem Lehrerpaar bereitet es offensichtlich mehr Spaß, mir die Fratze des Teufels aufzusetzen. In mir sehen sie die Ausgeburt eines islamisch-fundamentalistischen Nazis, irgendwo zwischen Wächterrat und Deportationslistenhersteller.

      Was soll man von Lehrern halten, die behaupten, die Nazis und Fundamentalisten sind und waren im Grunde auch nicht schlimmer als der Gerd von Tapfer im Nirgendwo. Für eine gute Bildung spricht dies nicht.

      Nicht, dass man mich falsch versteht, aus dem Schuldienst entlassen werden müssen solche Typen nicht, aber meine Kinder sollen sie nach Möglichkeit auch nicht unterrichten. Wie wäre es damit, wenn diese Lehrer schlicht wieder selbst mal ein wenig die Schulbank drücken würden? Nötig haben sie es!

      • quisa schreibt:

        Mit Nachdruck die Schulbank drücken wäre schon das Mindeste. Ansonsten lieber entlassen als auf Kinder loslassen. Ich möchte nicht, dass solche Leute meinen Kindern irgendwann mal die STANGE halten wollen. Was sagen die denn einem Kind, dass seine Kameraden gerade mit dem Waschlappen nassgespritzt hat? “Hey ,hör auf mit Zyklon B hier herum zu sprühen, stelle dich in die Ecke so lange du entnazifiziert bist, sonst leg ich dich übers knie…”
        Sorry für die Derbheit, aber mir wird da ganz schlecht…..
        (SOlche Lehrer gibt es nicht nur in Ostdeutschland, auch im Westen habe ich in meiner Jugends mit so einigen bizarren und hasserfüllten Gestalten die Zwangsbekannschaft gemacht

      • Walter Schmidt schreibt:

        Bushido is echt voll Scheiße, echt krass, ey!
        Nu, Gerd?

      • Walter Schmidt schreibt:

        Gerd? Hast Du etwa Kinder? Ich kann Dich beruhigen! Die werden mir vermutlich niiiiie über den Weg laufen. Außerdem würdest du sie sicher vorher ordentlich impfen.^^

      • Yael schreibt:

        @gerd dftt ist das beste.

    • Walter Schmidt schreibt:

      gez. Ihr Abschnittsbevollmächtigter (ABV).

    • Walter Schmidt schreibt:

      Wenn das Wohnviertel links-alternativ ist, muß es ja gut sein!

    • Walter Schmidt schreibt:

      Ah, schau, der ABV!^^

    • Walter Schmidt schreibt:

      Tja, wohl nicht viel gelernt aus der DDR!^^

  5. quisa schreibt:

    Das Zitat des Lehrers klingt mir auch sehr nach einem Schüler, der sich im Namen eines Lehrers einen schlechten Scherz erlaubt hat. Will zwar keinesfalls abstreiten, dass Lehrer nicht so ein primitives Zeug schreiben und denken, aber dann so blöd zu sein, dass mit echtem Namen und Wohnort zu machen? Klingt mir schon etwas abwegig, jeder Lehrer sollte wissen, dass so etwas Ärger geben könnte….

  6. Walter Schmidt schreibt:

    Gerd, Du bist echt sooo tapfer in Deinem Nirwana!
    Respekt, Alda!°°

  7. Silke schreibt:

    Es gibt einen Autor Walter Schmidt auf achgut, der meiner Erinnerung nach Lehrer in Leipzig ist und den ich immer gern gelesen habe.

    Es kann nicht sein, daß das der gleiche Walter Schmidt ist? oder doch? oder jemand, der “meinem” Walter Schmidt was antun will?

    • Walter Schmidt schreibt:

      Silke, ja, ich bin es wirklich!

      • quisa schreibt:

        Aber sorry, du bist doch wirklich ein Joke;) Glaube ich irgendwie nicht….was solls, jeder hat ein Anrecht auf seinen Spaß

      • Silke schreibt:

        beweise es!

        Ich glaube, daß Du ein Imitator des “achgut” Walter Schmidt bist. Bis zum Beweis des Gegenteils glaube ich, daß Du einer bist, der dem echten Walter Schmidt einen in die Kniekappen verpassen will.

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          @ Silke: ich befürchte, er ist es tatsächlich.

          • Walter Schmidt schreibt:

            Ich sach doch, fragt doch einfach den Henryk!

          • Silke schreibt:

            dann muß er sich ne DIY-Lobotomie unter Verwendung von Werkzeug aus’m Sonderangebot unterzogen haben.

            mir iss es wurscht, ob die Achse sich weiter mit ihm “schmücken” will, die Achse hat freie Wahl.

            Aber Schülern sollte man den Typen wirklich nicht zumuten, deren Mitspracherecht, Fähigkeit zu freier Entscheidung ist nämlich gleich null, die sind dem Typen so ausgeliefert wie Untertanen nem Tyrannen.*)

            Und Schmidten’s ihr’n Walter ist im günstigsten Fall sowas von mitten inner MidlifeCrisis vom Typ ForeverYoung, daß jugendliche Gemüter ihm besser nicht anvertraut werden sollten. Ich glaube, im Fachjargon heißt das, was der hat, Peter-Pan-ismus (was ich als ne Verunglimpfung von Peter Pan empfinde.)

            *) nur Lehrer in deren Fach keine Notenvergabe stattfindet, können behaupten es sei annerster.

          • Walter Schmidt schreibt:

            Echt stark, Silke!

      • Silke schreibt:

        welches “es”?

      • Walter Schmidt schreibt:

        Da staunste wa?^^

      • Aristobulus schreibt:

        “ja, ich bin es wirklich”
        Ähm, definierst Du mir ‘Ich’, und definierst Du mir ‘Wirklich’? Zum ‘Es’ und auch zum ‘Ja’ hätt ich auch ‘ne Frage oder mehrere. Zum ‘Bin’ naturgemäß dreieinhalb. Das Leben ist bunt, aber erstaunlich, und allüberall findet man Verwandte in worlds beyond

  8. Spiessbratenbrötchen schreibt:

    Herr Schmidt: Als einer, der nicht unter Pseudonym schreibt, haben sie natürlich automatisch die moralische Heiligkeit und den superioren Intellekt inne. Bedauerlich, wie arme Anonyme oder Tapfere wie Herr Buurmann neben ihrem gleißenden Licht aus Jugendlichkeit, Verwegenheit und brutalster Ehrlichkeit verblassen.

    Ihre abwägende und höchst tiefgründig, von weiser Wortwahl geprägte Kritik an Bushido-Kritikern ist wahrlich ein leuchtendes Beispiel für zivilisierte Auseinandersetzung mit Andersdenkenden und Vertretern anderer Meinungen.

  9. Walter Schmidt schreibt:

    A propos:
    Ich bin tatsächlich der echte Walter Schmidt, Lehrer aus Leipzig, Gastautor auf der “Achse des Guten” (bis Oktober 2010). Wenn ihr´s nicht glaubt, fragt Henryk Broder!

    • Stichwortgeber schreibt:

      Dann benehmen Sie sich auch wie ein Lehrer. Pöbeln, spammen, drohen sind eines Lehrers unwürdig. Von der Wortwahl mal ganz abgesehen.
      Vom Engagement für einen rassistischen, homophoben, frauenfeindlichen, gewaltätigen sexversessenen Berufshetzer wollen wir mal gar nicht sprechen.

    • Aristobulus schreibt:

      Ich frug Brodern einst Vergleichbares. Worauf er mir mailte: “ist mir völlig wurscht”.
      Der Mann hat Charme

      • Silke schreibt:

        aus dem Thread erschließt sich mir nicht, was das Vergleichbare war?

        • Aristobulus schreibt:

          Ähm, es war ‘ne Frage an ihn, ob er wirklich was gegen Bärbel Schäfer habe, oder so ähnlich. Wobei nur seine daraufhinnige Antwort in den Thread passt. Also wirklich vergleichbar war es nicht. Tja…

          • Silke schreibt:

            In einigen Management Kursen war oder ist es noch angesagt, dem künftigen “Leader” zu erzählen, daß das Erzeugen von Verwirrung wundervolle Energien und Motivationen freisetzen würde.

            Vielleicht war das bei Lehrers auch mal der letzte Hype. Meine Kurzformel dazu: Verwirrte denken besser. Je mehr Verwirrung, desto bessere Denkergebnisse.

            Insgesamt war mein Eindruck über die Jahrzehnte: je teurer = hochklassiger ein Management Training Kurs war, desto kühner waren sie beim Unsinn Verbreiten. Wie mag es erst in Kursen gewesen sein, die Lehrern das Führen beibrachten, falls es solche gab oder gibt.

            Diese Unsitte, daß man sogar zum In-Der-Nase-Bohren einen fachkundigen Kurs besuchen muß, bevor man’s probieren darf, entstand übrigens meiner Erinnerung nach in der Zeit (70ern?) als die Unis mehr Lehrer ausspuckten, als der zur Beamtung führende Lehrbetrieb aufzunehmen bereit war. All die arbeitslosen Lehrer, denen Taxifahren keinen Spaß machte, selbst-verwirklichten sich dann als Trainer in lauter Leer-Kursen.

            Ist jedenfalls meine Vermutung, daß die dahin verschwanden, wohin sonst könnten sie gegangen sein. In der Industrie bin ich nämlich nur ein einziges Mall einem solchen nicht genommenen Lehrer begegnet und der war erste Sahne. Bleibt die Frage zu überprüfen, ob Möllemann einer von denen war.

          • Aristobulus schreibt:

            Möllemann lehrte sich selbst, und weiter hatte er keinem was beizubringen. Woher kommt eigentlich dieses obstinate Herumkorrigieren an den eigenen Symptomen, wobei die denjenigen doch gornischt interessieren?

          • Silke schreibt:

            aber er war doch gelernter Lehrer, oder nicht?

            und die Jahreszahl suggeriert, daß er einer von den nicht genommenen war

            http://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Möllemann#Ausbildung_und_Beruf

            (Ich hatte zum Glück viele Lehrer, denen ich für mein Leben gern heute einzeln Dank sagen würde, doch habe ich im späteren Leben einige getroffen, da fragte ich mich schon. Krassestes Beispiel eine Englishlehrerin, die nach dem Studium nie wieder ein englisches Buch angerührt hatte. Was soll da rüberkommen? Meine wirkten zwar spinnert auf uns, aber der “Nachgeschmack” war dafür zumindest bei mir um so stärker.)

          • Aristobulus schreibt:

            Mein Vater war einer, der halbe Sätze auf Anhieb verstanden hat, selbst wenn sie ein Physiker oder ein plattdeutscher Maurer oder ein Doktor Inschenör aussprach. Er musste mal stundenlang im Flugzeug neben einem Pädagogen sitzen, einem Großkopfeten, es war wegen der UNO, da musste er hin mit dem Manne. Er erzählte, dass er da über Stunden in wachsender Unfähigkeit versuchte, zu verstehen was der sagte, kognitiv oder systematisch oder nachfragend oder einfach mal so, aber es war ihm unmöglich und immer unmöglicher. :D

          • Silke schreibt:

            LOL

            kenne ich von Belegschaftsversammlungen, sobald Hoheiten unverständlich wurden, wußten wir, wir werden gelackmeiert. Insofern glaube ich, der der Deinen Vater mißhandelt hat, hat ihn als Meerschweinchen mißbraucht, um sich in Stimmung zu bringen.

          • Aristobulus schreibt:

            lol!, glaube mich zu erinnern, weiter das Sagen gehört zu haben, dass jener Missredende auch am glücklichen Schluss von Flug & Miss eben nicht aufgeheiterter war, sondern pädagogisch blieb. Wahrscheinlich war mein Vater ein schwarzes Meerschweinchen, mit denen geht’s nicht.

            Ein früherer Freund von mir auch. Der war Lehrer, Waldorf, nun ja. Er bestand auf Lebensjahrsiebten und Ätherleiben usf. und wand sich, wenn ich ihn über den Sinn des Zwergestrickens frug. Den oberen Klassen brachte er die Verschwörung von Skull&Bones bei. Sowohl dieses als auch die Zwerge hatten das Resultat, dass die Schüler ihn überhaupt nicht mehr Ernst nahmen. Also hatte da die Pädagogik irgendwie dann doch was Gutes wider Willen.

      • Walter Schmidt schreibt:

        Immer!

    • Silke schreibt:

      Ah bis Oktober 2010 und dann haste das mit der Lobotomie durchgezogen.

  10. Walter Schmidt schreibt:

    Zeiten ändern sich/dich!^^

  11. quisa schreibt:

    Lol…ich denke ja manchmal schon mein Leben sei langweilig, da ich so viel meiner Freizeit in diesem Forum verbringe….Aber wenn hier jemand als angeblicher Lehrer dutzende kindischer Trollkommentare an einem Tag verfasst….Oh, da muss wirklich üble Langeweile im Spiel…oder man führt irgendwas seltsames im Schilde…lol

  12. Steff schreibt:

    “Den Ausdruck „Knallcharge“ mag ich eigentlich, hatte ich aber bislang z.B. für Erhard Arendt reserviert.”

    Sie? Wohl eher Henryk Broder. Lassen Sie sich selbst was einfallen und rennen Sie nicht als MöchtegernBroder durch die Gegend. Dieser verzweifelte Versuch wirkt nur völlig albern. Ihr Sesselpupuser da oben, Ihre Sülze im Facebookkommentarbereich. Man hat den Eindruck, Ihnen fällt rein gar nichts selbst. Sie werden nichts weiter als eine billige Kopie von Broder bleiben. Auch ihre krampfhaft flapsige Art hat nichts von Broder, ist nur ein verzefeifelter Versuch so zu sein wie er. Das kann nur lächerlich wirken.

  13. Yael schreibt:

    @Gerd, lass einfach keine Kommentare mehr von dem zu. Entweder er ist der Typ, dann blamiert er sich so gut er kann oder er täuscht vor es zu sein, dann ist es ein sich dumm anstellender Troll. Irre ist er in beiden Fällen.

    • Stichwortgeber schreibt:

      Zumal kein Kommentar bislang einen nennenswerten Inhalt hatte.

    • Aristobulus schreibt:

      Yael, der spammt zwar, aber er ist lustig. Hat er eine Diskussion gestört? Selbst Quisa amüsiert sich.
      Ich glaub, ich kenne den, und Falls er’s ist, hat er heut halt eine Clownslaune mitten im Herbste, dem griegrämigen, langen, und oh, Chanuke ist weit!, die Chojschech wächst usf., und irgendwas muss man machen.

      • Silke schreibt:

        Aristobulus

        ich bin zwar gegen allzu großzügige Blockierer- und Löscherei aber der Verweis auf Oktober 2010 von unserem Walterchen läßt mich vermuten, daß der sich über den Sarrazin-Bohai geärgert hat (habe ich auch und zwar kräftigst aber garantiert nicht aus den gleichen Gründen wir Walterchen.)

        Doch einem, der für Bushido in die Bütt steigt, dem kann ich keinen Unterhaltungswert mehr abgewinnen.

        Gestern habe ich einen Bericht über muslimische Schüler gehört, die Auschwitz besuchen. Einer der interviewten Knaben war verbal richtig gut drauf und sagte all die richtigen Sachen, um zum Schluß dann in den gleichen wohlgesetzten Worten mitzuteilen, daß der Besuch ihm noch einmal klarer bewußt gemacht habe, daß es ihm doch heute in Deutschland ähnlich ergehe … Nein er wolle natürlich nicht vergleichen, aber andererseits usw. usw.

        Darüber ärgere mich aus 2 Gründen, erstens und zu 99 % wegen der ungeheuerlichen Mißachtung gegenüber den Opfern und zweitens zu 1 % kriege ich davon total deutsch-nationale Gefühle von der Art, so aber nu bitte nicht, Du Knabe!

        Die Egozentrik dieser Typen haut mich um, da kommt einer frisch aus Auschwitz und vergleicht sein PERSÖNLICHES Gymnasiastenleben mit dem, was z.B. ein Reich-Ranicki erlebte oder ein Günter Kunert.

        (Es gibt aus den 70ern einen Sammelband, in dem u.a. Joachim Fest und Günter Kunert von ihren Schulerfahrungen berichten. Fest, ja auch Fest, hatte nüscht bemerkt.)

        • Silke schreibt:

          nochmal Aristobulus:

          ooops das Wichtigste habe ich vor Erregung vergessen. Unser Walterchen hat sich also über die Sarrazin-Promo geärgert und wie es bei stramm Gesinnten so üblich ist, dann sofort und 1000 % ins Gegenlager gewechselt. Habe ich oft erlebt, wer sich dran gewöhnt hat, ne stramme Gesinnung zu haben, hält et nich lange ohne aus.

          • Aristobulus schreibt:

            Silke, aber wer ist / war nun Walter Schmidt? Ich hab sie mal durchgezählt in der Nacht (was soll man machen, wenn man nicht schlafen kann, dann fängt man an und zählt Schafe oder den Walter Schmidt), also:
            Da ist der Walter Schmidt von Achgut.de, und der ist wohl ein Guter. Dann ist da der Lehrer gleichen Namens, den Gerd Buurmann in seinem Artikel erwähnt, und der ist wohl ein Böser, denn er jongliert mit Deportationslisten und einem Wicht Namens Bushido. Und dann ist da äbendt jener Walter Schmidt, der hier im Strange undurchsichtig lustig spammt, und ich hielt ihn zunächst für einen Anderen, den ich kenne, bin jedoch nicht mehr sicher (es sei denn, er ist es doch und will nur so tun, als täte er so, jemand Anderer zu sein). Ein Vierter war da aber auch noch… der, welchen Gerd Buurmann irgendwie beim Facebook traf. Wobei mir nicht klar wird, welcher dieser nun sein soll.

            Silke, hilf, ist denn Dir was klar? Sind die alle ein Walter Schmidt oder nur zum Teil? Und warum?

            Vielleicht ist das ohnehin mehr eine philosophische Frage. Aber verzeih mir, es ist Nacht, und die Preußen kommen nicht

          • Silke schreibt:

            Im März 2006 erschien der M&W-Dreck in der London Review of Books und da wurde auch mir klar, daß das Monster wieder aufersteht. (von vorm Yom Kippur-Krieg an habe ich an News nichts oder praktisch nichts mitbekommen und urteilte allein aufgrund dessen was so in Büro-Kaffeeküchen abgesondert wurde und das war ziemlich statisch über die Jahrzehnte.)

            Dann kam der Libanon-Krieg und ich glaube ziemlich zeitgleich Walter Schmidt auf achgut, der mich, soweit ich mich erinnere, mehr als ein bißchen über die Grundlagen lehrte, nach denen das in der Jetztzeit funktioniert. Insofern schmerzt es mich zu lesen, daß ich auf einen reingefallen bin, der Bushido verteidigt. Ich bin ne Frau und allein deswegen ist das wohl unvermeidbar.)

            Seit Walter Schmidt Oktober 2010 als sein Abschiedsdatum von achgut bekannt gab, neige ich zu der Ansicht, daß er “meiner” ist. Ich kann voll und ganz verstehen, daß einer wegen des Sarrazin-Bohais Randale macht, aber ich kann ganz und gar nicht verstehen, daß einer wegen des Sarrazin-Bohais Bushido nen Heiligenschein verpaßt.

            Was Deinen Eindruck anlangt, er könne einer von “Deinen” sein, das iss nix Außergewöhnliches, das geschieht mir mit schöner Regelmäßigkeit. Da ist irgendein Geist der Uniformität zugange, denn mir ist es z.B. noch nie passiert, daß ich dachte, ob das wohl Aristobulus ist?

          • Silke schreibt:

            Hier ist der Beweis:

            “unser” Walter Schmidt ist der achgut-Walter-Schmidt, denn ÜBERRASCHUNG, nunmehr ist er aus der Autorenliste von achgut gelöscht. Vorgestern oder so als ich guckte, stand er noch drin.

            Seltsam http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/authors/#autoren

            Zu gern wüßte ich auch, ob sie die Überschrift angepaßt haben. Leider habe ich keinen Screen Shot von der Liste wie sie noch vorgestern vor der Persona-Non-Grata-isierung war. Wer die wohl veranlaßt hat? Vielleicht Walterchen selbst, der sich heute seines alten Selbstes schämt?

            und hier ist was Google auf einfachste Nachfrage dazu liefert. AlsoRausretuschieren ist heutzutage wohl ziermlich schwierig.

            http://www.google.com/search?client=safari&rls=en&q=%22walter+schmidt%22+achgut&ie=UTF-8&oe=UTF-8

          • Silke schreibt:

            noch ne Frage:

            kann der Grund für Walterchen’s Verschwinden aus der Liste sein, daß er nicht möchte, daß seine neuen Lieblinge allzu leichten Zugang zu seinem früheren Ich erhalten.

            Vielleicht passen ja auch die beiden Ichs zusammen, aber Anti-Zionisten-Feind und Frauenfeindunterstützer in einer Person ist mir bisher noch nie nirgends aufgefallen.

          • Aristobulus schreibt:

            Vielleicht hatte er einfach une crise nerveuse et endogène, oder er hat eine und wird eine haben

      • quisa schreibt:

        “Selbst Quisa amüsiert sich.”…..lol….Bin ich denn sonst wirklich so ein Choleriker?…lol
        Ansonsten denke ich auch, soll er sich doch blamieren und dabei andere unterhalten, wenns ihm wirklich so viel Spaß macht…

        • Aristobulus schreibt:

          Choleriker?, nein, mehr Melancholiker glaub ich, aber Du bist wohl lieber nah am Thema, als Dich über etwas zu belustigen.
          Schmidt versteht Dich. Schreibt er. Ich glaub, es steht hier drüber oder drunter. Aber was bedeuten die beiden Gipfel? Busen?

          • quisa schreibt:

            lol….Melancholiker, Choleriker….je nach Laune mal wieder anders:) Ich finde es allerdings sehr angenehm, sich auch von ernsten Themen zu distanzieren und zu lachen….Wieviel Leichtigkeit ein Walter Schmidt doch mit seinen eigentlich sehr unlustigen Kommentaren in ein Forum bringen kann:)

          • Silke schreibt:

            Ich votiere für Erregungsgipfel ;o)

          • Aristobulus schreibt:

            Für jedes seiner Ichs einen Gipfel. ‘Das is’ doch wohl der Gipfel’ heißt auf Franzoserisch übrigens “c’est le pied, ça”. Der Fuß also. Der bekanntlich himmelfern ganz unten dranhängt, mithin in Reichweite des Schlamms, sofern.

      • Walter Schmidt schreibt:

        Du verstehst mich!^^

  14. Walter Schmidt schreibt:

    So, Schluß mit Kindergarten, war nett mit Euch, GenossInnen, wir seh´n uns!

  15. SchnagbeutHabeldihm schreibt:

    Mögen Allah, Zeus und Quitzlipochtli unsere Jugend vor solchen Lehrern schützen!

  16. Silke schreibt:

    Zeus hat für sowas keine Zeit, ich hoffe er delegiert an Apollo und Athene.

  17. spiderman schreibt:

    Ich habe mal eine Glosse gelesen über den Konzertkritiker vom Wochenblatt, der im
    `redaktionellen Teil’ eines Gratisreklameblättchens den Grössen der Rockmusik zeigt
    was ‘ne Harke ist…. Das fällt mir immer ein, wenn ich Ihre ‘Abrechungen’ mit Nina Hagen,
    Charlotte Roche, Bushido oder wem auch immer lese. Ein armseliger kleiner
    Möchtegernkünstler der sich auf Hartz-IV-Niveau durchfrettet, aber gern mal den
    Grosskritiker gibt….. Da passt auch Ihre devote Stiefelputzerei Richtung Broder prima
    in’s Bild, der typische Hierarchie-Lecker eben, zwischen beflissenenem Buckeln
    und speichelndem blockwarten…. Wie haben Sie mal so schön und ausdauernd
    geschrieben? J’accuse… yep, das ist wohl Ihr feuchter Traum, sie armseliger kleiner
    Blockwartpudding…..

    • Silke schreibt:

      Mir scheint hier ist einer neidisch, daß es mit seinem eigenen Möchtegernkünstlersein nicht mal zum Hartz IV Niveau reicht.

      Meines Wissen wäre von Gogh ohne seines Bruder’s Mildtätigkeit verhungert.

      Zu seiner Zeit also auch ein “armseliger kleiner Möchtegernkünstler”?

      Werner oder so, der mit den Cartoons hat erzählt, er habe seine Ideen auf Arbeitsamtskosten (geld oder hilfe?) entwickelt.

      Also wenn Du armseliger kleiner Spinner schon meinst, Gerd Buurmann anpinkeln zu müssen, dann tue es wenigstens unter vollem Einsatz Deiner hoffentlich vorhandenen Basis-Intelligenz.

      • Aristobulus schreibt:

        Der Schpeidermän ist halt ein Verächter, der mal ‘ne Stange für Bushido und die Roche brechen will, hoffentlich nicht seine eigene, so er eine solche hat. Wer wills schon wissen.
        Aber wer weiß, vielleicht züchtet er seine Adjektive nur deshalb in Redundanz. Von der Stange sind die allesamt. Will’s wer wissen? Immernoch nö.

    • Walter Schmidt schreibt:

      Broder benutzt den doch bloß wie alle seine “Freunde” als nützlichen Idioten. Und wenn er dann ausgedient hat, läßt er ihn fallen wie eine heiße Kartoffel.

    • Walter Schmidt schreibt:

      Jo, Spiderman, jo!^^

  18. kasnudl schreibt:

    Vielleicht leidet der Lehrer auch bloß am Stockholmsyndrom. Ein paar Jahre Lehrer in einer “Rütli Schule”, will er kein Opfa mehr sein, sondern auch mal Gangsta alla Muttersöhnchen Bushido.
    kasnudl.wordpress.com

  19. Pingback: Unser Baku für Bushido (oder andersrum?) « bluthilde

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